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8D-Report

Gestern hat es mich doch tatsächlich eiskalt erwischt, und das bei diesen Temperaturen!

Bei einem Gespräch in München ging es dann im Rande um das Thema 8D Report und die Reklamationsbearbeitung.
Unerwartet, da ich mich doch in einer gewissen Sicherheit wähnte zumindest Grundlagen der Reklamationsbearbeitung zu kennen, stieß ich auf dieses fremde Kürzel und mußte es auch dabei belassen. Sicher war ich mir zumindest, mich schwach daran zu erinnern schon mal was zu diesem Thema gelesen zu haben. Dies war jedoch nicht ansatzweise ausreichend um sagen zu können, was die Definition eines 8D-Reports wäre.

Also ran ans Werk und das Wissen aufgefrischt und erweitert. Was dabei herauskam war eigentlich weniger etwas Neues. Ähnliche Tätigkeiten, auch ohne Kenntnis des 8D Protokolls, habe ich selbst schon geführt – nur eben, wie schon gesagt, weniger strukturiert.

8D Report per  Definition

Kurzzusammenfassung: Der Begriff kommt, wie erwartet, aus der Automobil- und Zuliefererbranche und beinhaltet 8 Regeln und Grundsätze auf denen eine Reklamationsbearbeitung basiert.
Im Folgenden wird geregelt wie man die Schäden, die Reklamation, aufnimmt, den Fehler der dazu geführt hat analysiert, den Schadne begrenzt und sichert, daß in Zukunft ein derartiger Fehler nicht mehr vorkommt. Natürlich in der in dem 8D Report festgelegten Reihenfolge.

8D Die Punkte D1-D8

  • D1 – Team zusammenstellen welches Mitglieder beinhalten sollte, welche sich bestens mit den zugehörigen Prozessen und verwendetem Material auskennen
  • D2 – Das in der Reklamation befindliche Problem genau definieren
  • D3 – Schadensbegrenzung durch sofort durchgeführte Maßnahmen. Das beinhaltet ebenso die anchhaltige Kontrolle von Material welches potenziell den gleichen Schaden wieder verursachen könnte. Diese Maßnahme ist lediglich für eine akkute Lösung gedacht. Die dauerhafte Lösung wird in einem anderen Bereich des D8 Protokolls bearbeitet.
  • D4 – Den Fehler für de Lösung aufbereiten. Dabei werden z.b. auch organisatorische Bereiche durchleuchtet. Beim D4 Punkt können auch weitere Protokolle zu rate gezogen werden die der Ermittlung der Ursachen dienlich sein können. Z.B. warum wurde der Fehler nciht schon vorher festgestellt und behoben, warum ist der Fehler erst aufgetreten (Zusammenfassung: warum wurde der Kunde im Rahmen der Qualitätssicherung nicht vor eben jenem Fehler bewahrt). Als Ausweitung dieses Puntkes des D8 Protokolls kann man auch die 5why, oder die neuere 3x5why Methode anwenden. Auf diese genauer einzugehen, würde aber den Rahmen hier sprengen.
  • D5 - Planung wie man den Fehler, oder die Fehler die zur Reklamation geführt haben, zukünftig vermeiden kann. Die möglichen Lösungsansätze müßen nachproduzierbar sein und in Versuchen belegbar sein.
  • D6 – Dei Durchführung der in D5 festgelegten Maßnahmen als Dauerhafte Lösung und Ablösung der in D3 eingeleiteten Sofortmaßnahmen
  • D7 – Verhinderung einer Wiederholung derartiger Fehler durch Erweiterung von Prozessen etc. in der Zukunft
  • D8 – Abschluß des D8 Reports, Austausch von Informationen und Würdigung der geleisteten Arbeit

Die Anwendung des 8D Reports bedeutet auch eine kontinurliche Verbesserung der Prozesse, der damit zusammenhängenden Qualität des Gesamtprodukts und damit auch der Kundenzufriedenheit.

Damit bin ich nicht nur meiner Aktivität hier im Blog nachgekommen, sondern auch mein Wissen etwas aufgefrischt.
Wei oben bereits erwähnt habe ich schon einiges mit der Qualitätssicherung zutun gehabt wobei auch theoretisch viele der Punkte des 8D Protokols abgearbeitet wurden ohne daß der 8D ein Begriff war.
Im Großen und Ganzen eine spannende Sache.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Christoph Ott - July 21, 2010 at 12:19 pm

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