Posts Tagged ‘Export’

Ganz typischer (?) Alltag im Export

Wenn der Schreibtisch vor lauter Akten droht zusammen zu brechen, die Ablage einen schämisch angrinst, dann hat man etwas falsch gemacht. Oder zumindest nicht richtig. Klingt etwas optimistischer.

Den Schreibtisch hat man mit höherem Tempo noch abgearbeitet, die Ablage schiebt man gerne vor sich hin. Und da birgt die Gefahr: Arbeiten die unangenehm sind aufschieben, zumindest jene die man aufschieben kann. Und das sind im logistischen Geschäftsalltag nicht gerade viele Bereiche.

Richtige Organisation wirkt Wunder

Logistik Organisation Ganz typischer (?) Alltag im Export

Organisation im Logistikalltag

Organisation ist vom Begriff Logistik ja nicht gerade weit erwähnt. Logistik ist ursprünglich ein Begriff aus dem Militärjargon und bezeichnet die Nachschuborganisation, aber dazu mehr in einem späteren Artikel.

Nehmen wir als Grundlage eine Exportsendung in ein Land welche ein Certifikate of Origin (dt. Ursprungszeugnis), eine EX01 (ABD, Ausfuhbegleitdokument), Packlisten und original gestempelte und unterschriebene Rechnungen benötigt.

Wir gehen jetzt einfach mal davon aus, daß die Grundlagen eines bekannten Versenders, eines zugelassenen Ausführers sowie die Funktionen der digitalen Signatur bekannt sind, und daß einzelne Aufgaben online bewältigt werden können ohne Kurierfahrten zur Handelskammer und zum Zoll machen zu müssen. Diese Punkte kann man natürlich reinnehmen, aber das würde das Ganze nur zu sehr verwirren für ein einfaches Organisationsbeispiel.
Ebenso unterstelle ich, daß die Ware welche zu versenden ist bereitsteht und man sich nicht noch mit der Koordination und Absprache mit der Produktion belasten muß.

Arbeitsvorbereitung

In der Regel hat man nicht nur eine Sendung und nicht die gleichen Anforderungen pro Auftrag.
An dieser Stelle ist es sehr wichtig, daß man sich die vorliegende Arbeit richtig einplant und weiß was zu tun ist. Fehlt die Routine bei einem bestimmten Land, so ist es jetzt der richtige Zeitpunkt das K+M Handbuch zu Rate zu ziehen und die Anforderungen des importierenden Landes zu klären.
Alle notwendigen Unterlagen müssen zu dem Zeitpunkt bereitliegen. Damit hat man schon den größten Teil der Arbeit erledigt. Planung ist bei einem Logistiker alles!

Sortiert Arbeiten

Die Aufgaben sollte man soweit strukturiert haben, daß man Arbeitsabläufe möglichst zusammenfasst. So schreiben sich Ausfuhrbegleitdokumente (ABD) oder Ursprungszeugnisse (UZ) in der Reihe einfacher, man bekommt ein Gefühl und den nötigen Schwung zur Bewältigung dieser wichtigen Schritte.
Sind sie erst übertragen, sollte man die Wartezeit bis zur Freigabe dazu nutzen andere Schritte vorzubereiten/abzuarbeiten, z.b. das Zusammenstellen der Kopien für die Ablage und/oder das abholende Frachtunternehmen.

Übergabe der Dokumente

Je nach Land dürfte die Freigabe nun erfolgt sein, die Ursprungszeugnisse gedruckt.
Die Dokumente sollten nun ebenfalls sauber sortiert sein und ihren Bestimmungen nach gestapelt.
Hat man die Dokumente für die abholende Spedition bereitgestellt bei den Verladern oder anderen zuständigen Personen, so kann man sich dem nächsten Punkt zuwenden.

Avis & Ablage

Sind alle Aufträge avisiert/Abholaufträge erteilt worden, die letzte Mail/FAX an den Spediteur geschickt, hat man es geschafft.
Lauter einzelne Aufträge die man ablegen kann. Hier besteht eben die erwähnte Gefahr die “weniger wichtige” Arbeit aufzuschieben. Muß man jedoch etwas nachtragen, prüfen etc. verlängert sich die Aufgabe jedoch unter Umständen so viel, daß man mit der sofortigen Ablage viel mehr Zeitgewinn gehabt hätte.
Ordnung am Arbeitsplatz ist alles und ein Teil der Arbeitsqualität.

Fazit

Wie in einem der letzten Beiträge bereits geschrieben, ist der Alltag mit anspruchsvollen Exportländern niemals gleich. Und das ist das Gute daran: man weiß nie, was der angefangene Tag bringt ;)

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Christoph Ott - May 10, 2011 at 8:11 pm

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Herausforderung im Logistikalltag

Als Vollblut Logistiker, aber auch meinen werten Kollegen und Partner, stelle ich mir so manches mal die Frage, was Logistik überhaupt so spannend macht.

Die Antwort ist ganz einfach, es ist die Abwechslung. Wenn man morgens das Büro betritt, so weiß man nie was einen erwartet. Das volle E-Mail Postfach z.b. mit Sonderfällen die man nicht direkt, oder meistens nicht sofort, beantworten kann. Nun fängt die Arbeit richtig an: Übersicht verschaffen, einen Lösungsansatz vorstellen und die Sache bei der Wurzel packen, systematisch rangehen. Das soll jedoch nicht heissen, daß die Arbeit in der Logistik nur von Problemen lebt – man sollte es eher als Herausforderungen bezeichnen. Ja, so würde ich es am ehesten bezeichnen. Probleme sind zu negativ, eine Herausforderung für jeden jedoch eine Aufgabe die einen fordert und fördert. Aus jeder gemeisterten Herausforderung lernt man immerhin. Da kann man nicht dankbar genug sein, daß man mit so vielen Herausforderungen “bombardiert” wird.

Logistik = Herausforderung, jeden Tag

Wenn alles glatt liefe, würde es irgendwann langweilig werden. So ist der Gang ins Büro jedoch immer der Anfang eines spannenden Logistikertages.
Versucht es einmal selbst die Energie die entsteht wenn solche Forderungen entstehen positiv zu sehen und diese in den Lösungsansatz einfliessen zu lassen: es ist entspannend und wirkt sich auf die Lösung positiv aus. Je komplizierter das ABD (Ausfuhrbegleitdokument, EX01), je verdrehter das UZ (Ursprungszeugnis) desto spannender ist es! Kein Auftrag ist für einen Logistiker zu schwierig.

Würde mich sehr freuen von Euch zu hören wie Ihr das empfindet. Vielleicht probiert der eine oder andere die Ratschläge aus diesem Beitrag zum Logistikalltag aus und berichtet davon.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Christoph Ott - April 8, 2011 at 10:31 am

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Exportwirtschaft Deutschland & Logistik

Der Export und damit auch die Erträge der Logistikbrache steigen und könnten die 10 Jahre anhaltende 1 Billion Grenze an Umsatz brechen.

Ich gebe ja zu, letztes Jahr war ich noch skeptisch, und bin mir immernoch sicher, daß die Krise nicht vollends ausgestanden ist und nur einen kleinen Höhenflug erlebt (natürlich hoffe ich, mich hierbei zu täuschen). doch warten auch Experten vor noch nicht allzu langer Zeit, daß Deutschland den Wettkampf im Export verlieren könnte und sich mit dem zweiten Platz auf der Exportweltrangliste begnügen müßte: Deutschland, Exportland zweiter Klasse.
Aber dennoch, die Wirtschaft im Bereicht Export und damit auch verbunden die Weiterentwicklung der daran beteiligten Logistikunternehmen steigt weiter.
Wirtschaftsexperten werden in diesem Moment zu Recht sagen, daß eine nur auf Exportgestützte Wirtschaft zu massiven Problemen führt, und daß es ein Gleichgewicht zwischen Export und Binnenmarkt geben muß.
Doch kann dieser Höhenflug ebenso die Möglichkeit sein zukünftige Projekte neu zu ordnen und zu finanzieren.

Spezialisten im Bereich Export

An dieser Stelle sollte auch der Arbeitsmarkt in der Logistik nicht unbemerkt bleiben.
Fachkräfte in der Logistik werden seit jeher gesucht, es dürfte als in den nächsten Monaten und ggf. Jahren zu einer erhöhten Nachfrage nach Spezialisten im Bereich Export geben.
Laut diverser Meldungen sind vor allem traditionelle Logistikunternehmen im Bereicht Spedition und Transport jedoch ebenfalls skeptisch und scheuen die Investition im Bereich des Logistikpersonals.
Eine kluge Auseinandersetzung mit Beratern die auf die Bedürfnisse der Logistik vorbereitet sind könnten nicht nur dem Logistikunternehmen sondern auch zukünftigem Logistik Fachpersonal dienlich sein.
In jeder größeren Stadt gibt es mindestens ein Personal Consulting Unternehmen welches sich auf den Bereich der Logistik und des Transports spezialisiert haben und mit erfahrenen Logistikfachkräften kurzfristig dienen können.

Logistik, Zukunft und logistisches Fachpersonal

Letztendlich sitzen Logistiker in einem Boot, wie man zu sagen pflegt, da sollte auch die Zukunft nicht aus dem Augenschein verloren werden.
Die Ausbildung des Fachpersonals ist unser aller Aufgabe. Sei es nun der Beruf des Berufskraftfahrers, der fachlichen Logistikhelfern oder neuer Disponenten und Export Fachleuten: es ist Potential und Bedarf zugleich da. Chancen nutzen.

Gute Nachrichten für Logistikfachkräfte

Eine gute Nachricht dürfte es auch sein, daß bei der gesteigerten Nachfrage nach Logistikfachkräften auch die Löhne in der Logistik steigen dürften, bzw. sollten.
Natürlich ist das keine Garantie, die Dienstleistung der Lagerung, Spedition und des Transports gilt nicht zu unrecht als nicht gut genug entlohnt. Davon können viele Angestellte in klassischen Speditionen ein Lied singen, nicht zuletzt unsere Berufskraftfahrer.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Christoph Ott - October 20, 2010 at 11:20 am

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Deutschland = Exportland

Deutschland Exportweltmeister zweiter Klasse

Deutschland konnte sich bisher als DAS Exportland weltweit behaupten, doch dies könnte sich schon bald ändern wenn es nach den Vorstellungen und Schätzungen von Carsten Klude, Chefvolkswirt der Hamburger Privatbank MM Warburg, im focus Artikel “Export : Deutschland verliert das WM-Finale” geht.

Daß ein Fokus auf reinen Export nicht optimal ist haben wir nicht nur im Wirtschaftsunterricht gelernt, sondern auch letztes Jahr bei der herbeigeführten “Krise” zu spüren bekommen. Stichwort: Vorzug der Inlandprodukte gegenüber importierter Ware.
Letztendlich hatten einige Länder ihre Bürger aufgerufen die eigenen Waren zu beziehen. Das Resultat für ein Land welches ihren ganzen Fokus auf Export legt dürfte ganz klar und offensichtlich sein. Ein spontanes Umdenken ist da natürlich nicht drin, die Folgen sind zu tragen.

Auswirkung auf den Umsatz in der Exportlogistik

Nun heißt es, daß Deutschland seinen Führungsplatz in der Weltrangliste der Exportländer abtreten muß an die stärker werdenden Chinesen.
Diese Entwicklung wird natürlich auch für die Exportlogistik schwieriger werden und auch zukünftig die Raten beeinflußen.
In welchem Maß sich das entwickelt kann zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch keiner sagen.
Logisch wären sinkende Seefrachtraten mangels nachfrage. Ob die Differenz, die durch weniger Exportgeschäfte entstanden ist, merkbare Sprünge aufzeigen wird, wird sich erst im Laufe des neuen Jahres zeigen.

Wo ein Tief ist, da wird auch wieder ein Hoch sein – man muß nur die Nase in den Wind halten und den richtigen Riecher haben.
Mit diesen Worten: auf ins neue Jahr! Prost!

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Christoph Ott - December 30, 2009 at 12:29 pm

Categories: Wirtschaft   Tags: , ,

Weiße Spediteurbescheinigung

Weiterhin als Beleg für Umsatzsteuer zu verwenden

Weiße Spediteurbescheinigung weiterhin als als Ausfuhrnachweis für Umsatzsteuerzwecke gültig.

In § 10 UStDV sind alle Voraussetzungen an solche Ausfuhrnachweise detailliert aufgeführt. Gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 1 UStDV genügt in Versen-dungsfällen (der Transport wird also durch einen Spediteur ausgeführt) ein Versendungsbe-leg, insbesondere Frachtbrief, Konnossement usw. oder ein sonstiger handelsüblicher Beleg, beispielsweise eine so genannte weiße Spediteurbescheinigung.

Quelle: Cargoforum – Weiße Spediteursbescheinigung weiterhin rechtmäßig

Die weiße Spediteursbescheinigung gilt auch weiterhin als Ausfuhrnachweis für Umsatzsteuerzwecke – dies kann ich auch aus der Praxis heraus bestätigen.
Wir verwenden die weiße Spediteurbescheinigung meistens bei Kunden aus dem Ausland welche ihre Waren selbst abholen lassen. Dabei lassen wir uns diese von dem vom Kunden beauftragten Spediteur ausfüllen, unterschreiben und stempeln.

Für alle anderen gelten wir als Erstspediteur welcher den Transport besorgt und entsprechend auch einen Ausfuhrnachweis dem Kunden ausstellen darf.

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Be the first to comment - What do you think?  Posted by Christoph Ott - December 4, 2009 at 2:31 pm

Categories: Recht   Tags: , , , ,

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