Immer wieder stößt man auf die Forderung eines Kunden auch bei den kleinsten Reklamationen einen 8D Report anzustoßen.
Dass dahinter eine gewaltige Maschinerie steckt und einen großen Stab an Personen beschäftigt, ist meistens nicht bekannt.
Erinnert daher eher an das Schießen mit Kanonen auf Spatzen.
Bei einem 8D Report werden nicht nur die Fehlerquellen analysiert, kurzfristige Lösungskataloge aufgestellt (mehr zu 8D Reports in einem älteren Artikel), sondern auch weitreichende Maßnahmen bis hin zum Actiontracker (ein Handlungsplan zur Verhinderung zukünftiger Fehler) präsentiert, welche meistens auch noch von zeichnungsbefugten Personen zu unterschreiben sind.
8D Report bei kleinen Reklamationen
Drastische Maßnahmen, welche ihren Ursprung in der Automobilindustrie haben. An einer Stelle wo schon die kleinsten Fehler Millionenschäden anrichten können.
Wozu also den ganzen Aufwand eines 8D Reports bei einem Fehler bei dem eindeutig feststellbar ist, dass dieser einmalig ist und höchstwahrscheinlich nicht wiederholt wird?
Reduziert man den 8D Report auf einen 4D Report, sieht die ganze Geschichte schon wieder anders aus.
Der Kunde bekommt seine Reklamationsbearbeitung durch die Qualitätssicherung und das Unternehmen erfasst diese sachgemäß. Auch ohne die weiteren vier aufwändigen Schritte des 8D Reports durchmachen zu müssen und damit sehr stark die Ressourcen zu sparen.
4D Report, weniger ist oft mehr
Der große Vorteil für den Kunden ist dabei, dass der Fall viel schneller bearbeitet werden kann als ein 8D Report mit vielen Instanzen.
Eine gute Qualitätssicherung wird seine Mitarbeiter schulen und motivieren die Kunden entsprechend dazu zu bewegen auch entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und somit einen schnelleren Ablauf in der Qualitätssicherung zu erreichen. Letztenendes profitieren beide Seiten davon.

